Der Atem meiner Malerei

"Ist es eine Kunst, darauf zu vertrauen, dass immer die richtigen Menschen in mein Leben kommen? Wo fängt Urvertrauen an? Und wo hört Selbstermächtigung auf?

 

Als kleines Mädchen, Jugendliche, junge Frau schmerzte mein Kopf unbewusst jeden Tag. Mein Körper schickte mir über Jahre Signale, sprach zu mir. Doch weder war ich in der Lage auf meinen Körper, noch auf meinen Atem zu hören. Nach dem Abitur begann mein selbstbestimmtes Leben. Ich schwor mir, ab sofort nur noch das zu tun, was ich wirklich will. Ich ging voran, zielstrebig, perfektionistisch. Ich arbeitete kreativ, inszenierte wunderschöne Welten mit Farben, Stoffen, Möbeln. Als Freiberuflerin gelang ich zu renommierten Zeitschriften und Magazinen. Mein Jugendtraum wurde Realität. Immer begleitet von Menschen, die zufälliger kaum in mein Leben hätten kommen können. Wichtige Menschen, die mir den Weg ebneten. Darunter wundervolle Frauen, die an mein Potential glaubten, das ich selbst gerade erst entdeckte.

 

2012 der Umbruch. Aus einem angedachten Sabbatical aus meiner Leiterinnenposition eines Magazins wurde eine Kündigung. Mit dem guten Gewissen, dass ich nicht mehr dieselbe sein konnte. Ich wollte mehr Tiefe, fließen, kreativ sein, meine Passion zu kreieren einen individuellen Ausdruck und Freiraum schenken.

 

Ich wusste nichts. Und doch, wenn ich ganz still war, konnte ich das leise Urvertrauen in mir fühlen. Der inneren Stimme meiner Intuition lauschen, welche mir meinen Herzensweg flüsterte. Ich hatte vieles aufgegeben, was die Frau, die ich war, einmal ausmachte. Neue Impulse und Menschen kamen in mein Leben. Mit ihr die Ausbildung der "Transformational Breath®" Methode. Ich entschied mich, in die USA zu reisen, und die komplette Ausbildung zum Atem Coach bei der Gründerin Dr. Judith Kravitz binnen eines Jahres zu absolvieren.

 

Ich legte viele meiner geglaubten Identitäten ab. Ich verstand, dass mein Atmen alles ist, was ich brauche, alles andere kommt von allein. Ich bin. Hier. Meine Kopfschmerzen verschwanden vollständig. Emotionale Muster, Blockaden, Glaubenssätze zeigten sich und ich durfte endlich verstehen und am eigenen Leibe erspüren, wie Körper, Geist und Seele im Dreiklang mein Befinden erschufen. Atmen und akzeptieren. Atmen und in die Fülle tauchen. Zum Atmen kam die tiefere Begegnung mit der Malerei. Der Mut, Konventionen zu hinterfragen, mir das Malen, den Fluss, die Fülle der Pinselstriche und die Ruhe der Farben anzuvertrauen.

 

Viele Schritte auf meinem Herzensweg. Meine Malerei ist mein Atem. Der Atem meiner Malerei trägt mich. Durch beides verstehe ich, dass ich heute so bin, wie ich schon immer gemeint war. Die Essenz meines Seins. Die Essenz, die mich so stark macht, dass ich mein Leben aus der Fülle und Dankbarkeit heraus intuitiv gestalten kann. Dinge nicht zu wissen – damit kann ich heute gut sein. Denn in Einklang mit meinem Körper gehe ich, Atemzug um Atemzug, jeden Schritt auf meinem Herzensweg. Und gestalte jeden Tag meines Lebens aus diesem heraus. Dafür bin ich jeden Tag unendlich dankbar."

Christine Schmid

Christine Schmid ist Künstlerin und Atem Coach. Sie fühlt sich als Botschafterin des bewussten Atems. Besonders freut sie sich, dass ihre Arbeit als Künstlerin sowie als Atem Coach als vereinte Projekte laufen. Die Themen, die ihr am Herzen liegen durch beide Kanäle zum Ausdruck kommen. Ein großer Wunsch ist es, dies in Zukunft noch mehr zu verbinden. 

 

Ihre Mission ist #deutschlandatmet. Umso bewusster wir atmen, umso bewusster gestalten wir unser Leben. "So wie wir atmen, leben wir.“

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