Luise Aedtner und Lara Leonie Keuthen, Fotografin und freie Redakteurin, sind gemeinsam immer wieder auf der Reise, um Frauen und ihre Geschichten in feinfühliger und einmaliger Weise zu porträtieren.

Sie kreieren durch Wort und Bild Momentaufnahmen, die uns eintauchen lassen in den wunderschönen Kosmos jeder einzelnen Frau, die ihnen begegnet.

Der Atem meiner Malerei

"Ist es eine Kunst, darauf zu vertrauen, dass immer die richtigen Menschen in mein Leben kommen? Wo fängt Urvertrauen an? Und wo hört Selbstermächtigung auf?

 

Als kleines Mädchen, Jugendliche, junge Frau schmerzte mein Kopf unbewusst jeden Tag. Mein Körper schickte mir über Jahre Signale, sprach zu mir. Doch weder war ich in der Lage auf meinen Körper, noch auf meinen Atem zu hören. Nach dem Abitur begann mein selbstbestimmtes Leben. Ich schwor mir, ab sofort nur noch das zu tun, was ich wirklich will. Ich ging voran, zielstrebig, perfektionistisch. Ich arbeitete kreativ, inszenierte wunderschöne Welten mit Farben, Stoffen, Möbeln. Als Freiberuflerin gelang ich zu renommierten Zeitschriften und Magazinen. Mein Jugendtraum wurde Realität. Immer begleitet von Menschen, die zufälliger kaum in mein Leben hätten kommen können. Wichtige Menschen, die mir den Weg ebneten. Darunter wundervolle Frauen, die an mein Potential glaubten, das ich selbst gerade erst entdeckte."

The sound of an unknown dream

"Die Erde ist eine Scheibe. Tiefschwarz. Oder mal Blau. Bunt bespielt. Aus allen Himmelsrichtungen klingend. Die Erde ist eine Scheibe. Sie dreht sich, immer wieder. Endlos? Während die feine Nadel auf der platten Scheibe entlang gleitet und sich im Drehen des Kreises die Spur im immer gleichen Rhythmus verändert, weiß ich, dass alles, was ich heute tue, mein Traum ist. Ohne, dass ich es vorher wusste. Ich weiß, dass Dinge passieren, sich verändern und dass jeder neue Schritt eine Melodie erzeugt, ein Geräusch, einen Nachklang. Ob ich morgen noch so tanze wie ich es heute mag? Wer weiß das schon. Meine Ge-wissheit liegt darin, dass Musik mich durch jede Lebensphase begleitet hat, begleiten wird und dabei ein Bindeglied ist."

Sex-Positivismus:

fuck as you are!

Schmuddel-Image, gesellschaftliche Rollenbilder oder stereonorme Klischees. Der klassische Sexshop ist alles andere als ein Ort der Begegnung auf Augenhöhe. Und schon gar nicht ein Raum, in dem Sexual Empowerment entsteht. Geht das noch anders!? Rosa Schilling hat in Hamburg, gemeinsam mit den drei Gefährt*innen Fränky, Florian und Zarah, vor rund zwei Jahren Deutschlands erstes Sexshop-Kollektiv gegründet und einen passenden Laden dazu eröffnet. Wir haben einen Nachmittag mit Rosa verbracht – um mehr über die Arbeit eines feministischen und sexpositiven Shops zu lernen. Denn das Kollektiv zeigt auf einfühlsame Art, wie vier unterschiedliche Menschen gesellschaftlich geprägte Bilder aufbrechen, selbstbestimmte Sexualität in die Welt bringen und über Gleichstellung mit alten Konventionen brechen.

Im Licht meines Schattens

"Ein Raum. Voller Menschen. Voller Chemie. Voller Schicksale. Ich bin nicht wie sie. Und doch haben wir etwas gemeinsam. Ich möchte wegrennen und zeitgleich weiß ich, dass ich keine Wahl habe.

Die Chemo läuft durch meinen Körper. Mal wird mir schlecht, mal heiß, mal fühle ich mich, als ob ich jeden Moment eine Grippe bekomme. Dabei habe ich doch bereits eine schwere Krankheit."

Niger is one of the poorest countries in the world. Women have an average of eight children, men wish for 16. Girls are married with an age of 14. Men are married to several spouses. Abortions are illegal. The suicide rate among women is one of the highest worldwide. 89 percent of the female population are not able to read and write. 

 

Yet what are these women dreaming about? Do they have recurring dreams at night? Are they comforting ones or nightmares. What are their dreams, desires and visions for the future?

Niger, my dream

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Lara Leonie Keuthen